Ausgabe 05/19

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde des Frauenfußballs,

hinter uns liegt eine großartige Weltmeisterschaft, die weltweit viele Menschen begeistert hat, deren Emotionen ich als ARD-Fernseh-Expertin hautnah erleben durfte. Unabhängig des
frühen deutschen Ausscheidens im Viertelfinale hat das Turnier gezeigt, dass Frauenfußball in der Gesellschaft angekommen ist. Die starken TV-Einschaltquoten in vielen Ländern, auch in
Deutschland, belegen dies.

Für die Frauen-Bundesliga wünsche ich mir, dass man diesen Schwung aus dem WM-Sommer zumindest teilweise mitnehmen kann. Dafür müssen sich alle Vereine, die Liga und der DFB einig sein und an einem Strang ziehen – gerade zur Jubiläumssaison 30 Jahre Frauen-Bundesliga sind die Voraussetzungen optimal dafür. Die Zuschauerzahlen am ersten Spieltag und beim Eröffnungsspiel zwischen meinem alten Klub, dem 1. FFC Frankfurt, und Turbine Potsdam stimmen mich zwar zuversichtlich, müssen sich aber kontinuierlich bei allen Vereinen auf einem höheren Niveau einpendeln. Auch die Publikumszahlen und -rekorde aus England oder Spanien sind beeindruckend, bilden aber keineswegs den Alltag in den dortigen Ligen ab. Dass dies keine singulären Ereignisse bleiben, ist die große Herausforderung für alle in der Liga – nur wenn uns dies gelingt, kann der Frauenfußball im Wettbewerb mit anderen Mannschaftssportarten bestehen und im Fokus der Öffentlichkeit bleiben.

Ich bin der festen Überzeugung, dass der Zug in Deutschland noch nicht abgefahren ist: Dafür ist die Frauen-Bundesliga in der Breite zu gut besetzt, hat mit FLYERALARM einen guten neuen Namenssponsor und noch etliche Stars, die auch diese Saison wieder für Begeisterung sorgen werden. Positiv ist auch, dass mit Eurosport für die Freitagabendspiele ein fester TV-Partner gefunden wurde, und auch die regelmäßigen Zusammenfassungen in der ARD-Sportschau erhöhen die Fernsehpräsenz.

Aber wir müssen aufpassen, denn viele andere Ligen und Vereine in England, Frankreich, Spanien oder Italien haben mit ihrer jeweiligen Entwicklung für Ausrufezeichen gesorgt. Dass die Zukunft des Frauenfußballs bedeutet, mehr Frauenteams von Männerlizenzvereinen in der Liga zu sehen, liegt auf der Hand. Auch der FFC will ab Sommer 2020 diesen Weg als Eintracht Frankfurt gehen. Wichtig ist hierbei, wie auch bei allen anderen Akteuren, dass die Vereine mit ihrem Engagement mit Ernsthaftigkeit betreiben, erst dann entsteht ein größerer Wettbewerb, der die Liga noch attraktiver macht als sie ohnehin schon ist.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß
mit diesen und vielen weiteren Themen
im neuen Frauenfußball Magazin.

Ihre Nia Künzer

 

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