Frauen-WM 2019: Die Bilanz ist positiv

Die USA sind zum vierten Mal Frauenfußball-Weltmeister. FIFA-Präsident Gianni Infantino schaut schon vier Jahre voraus.

„Es wird ein vor und ein nach Frankreich 2019 geben“. Das versicherte FIFA-Präsident Gianni Infantino anlässlich der Abschlusspressekonferenz der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019. Der Turnierverlauf lieferte zahlreiche historische Ereignisse, Überraschungen, Enttäuschungen und vor allem eine neue Dimension, ein erkennbar gestiegenes Niveau des Frauenfußballs. „Es ist faszinierend zu sehen, welche Entwicklungen der Frauenfußball bei dieser WM nimmt“, so Ex-Nationaltrainerin Silvia Neid. „Es ist noch nicht lange her, da gab es zwei oder drei Top-Teams. Selbst an einem schlechten Tag haben die dann 2:0 gewonnen. Das war ein bisschen langweilig. Heute müssen die Favoriten ihre Leistung voll abrufen in jedem Spiel. Sie müssen an ihr Limit gehen, damit sie weiterkommen – auch gegen so genannte Underdogs“, konstatierte der ehemalige Bundesligaprofi Ansgar Brinkmann gegenüber n-tv und Wolfsburgs Meistertrainer Stephan Lerch konnte bereits taktische Trends erkennen und findet, das Spiel an sich sei noch athletischer und dynamischer geworden.

FIFA-Präsident Gianni Infantino sieht ein weltweit gestiegenes Interesse am Frauenfußball und hat seinerseits schon Pläne für die kommende WM geschmiedet. Schon 2023 sollen an der WM möglichst 32 statt 24 Länder teilnehmen. Infantino sei sehr beeindruckt von der Organisation sowie den Leistungen der Spielerinnen in Frankreich. „Alles hat fabelhaft funktioniert. Diese Frauen-WM war phänomenal, war unglaublich, war emotional, war leidenschaftlich, war fantastisch, war groß. Es war die beste Frauen-WM aller Zeiten.“

Zu den Überraschungen des Turniers zählen die Niederlande, die bei ihrer erst zweiten Teilnahme am Weltturnier gleich ins Finale einzogen, die Italienerinnen, die sich in der schweren Gruppe C vor den Favoriten Brasilien und Australien durchsetzten und die Argentinierinnen, die, als krasser Underdog in Gruppe D gestartet, drei starke Spiele zeigten und vor allem in der Defensive herausragen konnten.

Bei der WM enttäuscht haben Japan, Neuseeland und auch Schottland. Während der Vizeweltmeister von 2015 mit seiner Offensive haderte, fuhr Neuseeland ohne Punkte nach Hause. Den Schottinnen, eigentlich mit viel Qualität im Kader gestartet, wurde am Ende der VAR zum Verhängnis. Dabei hätte ein 3:0 gegen Argentinien niemals aus der Hand gegeben werden dürfen.

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