Ausgabe 03/19

Liebe Leserinnen und Leser,
liebe Freunde des Frauenfußballs,

wir erleben gerade eine unglaublich aufregende Zeit für den Frauenfußball, der weltweit mehr Interesse als jemals zuvor erfährt. Das Highlight des Jahres, die Frauen-Weltmeisterschaft in Frankreich, wird dies weiter forcieren und vor allem hervorheben, welch großartige Spielerinnen, Trainer/innen und Schiedsrichterinnen der Frauenfußball zu bieten hat.

In diesem Jahr wurden bereits einige Meilensteine erreicht: über 60.000 Zuschauer kamen zu einem Ligaspiel zwischen Atlético Madrid und dem FC Barcelona – absoluter Rekord für ein Frauenfußballspiel in Spanien. Auch in Italien jubelten 40.000 Fans den Spielerinnen von Juventus Turin und Fiorentina zu. Die UEFA Women’s Champions League hat ebenfalls in allen Viertelfinalbegegnungen noch nie so viele Zuschauer wie in dieser Spielzeit in die Stadien gelockt. Ein Beweis dafür, dass mittlerweile auf Klub-Ebene einiges passiert ist.
Die Nationalverbände stehen dieser Entwicklung keineswegs nach, wie zahlreiche Zuschauerrekorde
im Rahmen der Länderspiele zeigten.

Dieser Aufschwung ist den Sponsoren nicht entgangen. Die Women’s Super League in England hat sich für die nächsten drei Jahre ein Titelsponsoring gesichert und als Frauenfußball-Abteilungsleiterin der UEFA macht es mich natürlich sehr glücklich, dass auch wir mit VISA und Nike starke Partner für den Frauenfußball gewinnen konnten, die uns dabei helfen, den Frauenfußball langfristig auf eine größere Bühne zu heben.

Das Engagement aller Beteiligten in den letzten Jahren macht sich auf vielen Ebenen bezahlt und da wollen wir dran bleiben. Das UEFA Women’s Champions League Finale fand erstmals an einem eigenen Austragungsort – in Budapest – losgelöst vom Männerfinale statt. Diesen prestigeträchtigen Rahmen konnten wir nutzen, um die erste UEFA-Frauenfußball-Strategie für die nächsten fünf Jahre vorzustellen. Das größte UEFA-Frauenfußball-Projekt aller Zeiten zielt darauf ab, Rahmenbedingungen vom Elite-Fußball bis zur Basis, dem Breitenfußball, deutlich zu verbessern. Wir werden Maßnahmen initiieren, die mehr Mädchen zum Fußball bewegen sollen und vor allem eines unterstreichen: Fußball ist auch ein Sport für Mädchen und Frauen. Zudem sollen unsere Wettbewerbe sportlich noch attraktiver werden und wir wollen das Thema Diversifizierung im Fußball verstärken.

Ich wünsche allen Lesern eine tolle Frauen-Weltmeisterschaft, und hoffe, dass
die deutsche Frauen-Nationalmannschaft rund um Bundestrainerin Martina
Voss-Tecklenburg alle Unterstützung bekommt, die benötigt wird, um einen starken Auftritt zu liefern. Nur gemeinsam geht’s – so war das schon immer im Fußball!

Viel Spaß mit dieser Ausgabe des Frauenfußball Magazins

Eure Nadine Kessler
UEFA-Abteilungsleiterin Frauenfußball

 

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