Schottland gewinnt Duell der WM-Neulinge

Schottland hat sein letztes Testspiel vor der Frauen-WM gewonnen. Vor 18.555 Zuschauern im Hampden Park setzte sich das Kerr-Team gegen Jamaika mit 3:2 durch.

Schottlands Frauen werden mit gebrochenen Rekorden und überwundenen Hindernissen zur Weltmeisterschaft nach Frankreich aufbrechen. Erst zum zweiten Mal spielte das schottische Frauenteam im altehrwürdigen Hampden Park zu Glasgow und erstmals wurde dabei die magische Marke von 10.000 Stadionbesuchern übertroffen. Insgesamt 18.555 Zuschauer haben Schottland frenetisch in Richtung Frankreich verabschiedet – ein neuer Zuschauerrekord für den schottischen Frauenfußball.

Dabei begann das Spiel alles andere als positiv. Schottlands Defensive taumelte kurz, als Jamaika-Star Khadija Shaw das frühe 1:0 (15. Spielminute) markierte. Doch die hochklassige Elf von Trainerin Shelley Kerr reagierte cool und konnte das Spiel durch Chelsea-Angreiferin Erin Cuthbert (30.) und Manchester City-Star Caroline Weir (35.) noch vor der Pause drehen. Nach einigen offensiven Vorstößen der Jamaikanerinnen schlenzte Weir einen Freistoß aus 19 Metern an Schneider vorbei. Cuthbert hatte zuvor das Foul gezogen.

Ein katastrophaler Beginn der Gastgeberinnen in der zweiten Halbzeit ermöglichte Shaw, zum zweiten Mal einzunetzen. Schottland-Kapitänin Rachel Corsie spielte einen harmlosen Freistoß in der eigenen Hälfte auf Sophie Howard, die nach der Pause in die Partie gekommen war. Howard verstolperte den Ball und erneut war Shaw zur Stelle. Sie rannte 40 Meter, bevor sie den Ball über Schottlands Schlussfrau Alexander lupfte (49.). Howard bügelte ihren Fehler schließlich wieder aus, indem sie Weirs Eckball unhaltbar einköpfte. Es war das erste Tor der schottischen Verteidigerin.

Sowohl Schottland als auch Jamaika feiern in Frankreich ihr WM-Debüt. Während Jamaika in der schweren Gruppe C mit Italien, Brasilien und Australien klarer Außenseiter ist, könnte Schottland in Gruppe D (mit England, Argentinien und Japan) durchaus für Überraschungen sorgen – schließlich spielt das Gros des schottischen Teams bei englischen Topvereinen.

Foto: scottishfa

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