Crowdfunding-Aktion für den FF USV Jena

Thüringens Frauenfußball-Leuchtturm steckt tief in der Krise. Nun starten Fans eine Kampagne zur Rettung des FF USV Jena.

Unter Skepsis und Spott von Kollegen und Bekannten rief Hugo Weschenfelder Anfang der Siebziger Jahre junge Frauen an der Jenaer Universität dazu auf, Fußball zu spielen. Er sollte damit den Grundstein für den größten Frauenfußballverein Thüringens, ja, Mitteldeutschlands legen.

2003 spaltete sich die Frauenfußballabteilung aus dem USV Jena in einen eigenständigen Verein ab. Der FF USV schaffte 2008 den Aufstieg in die 1. Bundesliga. Ein ganzes Jahrzehnt gehörte Jena nun zu den festen Adressen im Fußballoberhaus. Vor allem die Nachwuchsarbeit unseres Vereins entwickelte sich beispielhaft. Spielerinnen aus den Juniorinnen-Kadern Jenas prägen seither die Landesauswahl Thüringens und schaffen immer wieder den Sprung in die DFB-Kader. Aktuell stellt das Jenaer Nachwuchsleistungszentrum zehn Spielerinnen für die deutschen Nationalmannschaften von der U15 bis zur U19.

Der FF USV Jena ist zu einem Traditionsverein geworden doch die Entwicklungen der letzten Jahre und der immer härter werdende Wettkampf haben ihre Spuren im Paradies hinterlassen. Höhere Ausgaben waren die Folge, gleichzeitig gingen die Einnahmen zurück. Nach dem Abstieg aus der Allianz Frauen-Bundesliga kämpft der FF USV nun in der 2. Frauen-Bundesliga um das Überleben. Ein Kampf, der zu scheitern droht. Obwohl die sportlichen Leistungen stimmen und der Verein auf dem Platz wieder Erfolge verzeichnet, ist es die wirtschaftliche Situation, die Jena vor dem Aus stehen lässt. Es fehlen die Mittel, um den Spielbetrieb in der laufenden Saison aufrecht zu erhalten.

Ein Ende des Frauenfußballs in Jena hätte prekäre Folgen für die ganze Region. Stirbt Jena, so stirbt der „Leuchtturm“ des Thüringer Frauenfußballs, der einzige Verein im Freistaat, der Frauenfußball auf professioneller Ebene anbietet. Stirbt Jena, so stirbt auch die herausragende Nachwuchsarbeit, welche den wichtigsten Pfeiler für die Ausbildung der Talente Mitteldeutschlands darstellt. Thüringen würde wieder zu einem weißen Fleck auf der Frauenfußballlandkarte. Stirbt Jena, so stirbt ein weiterer der nur noch wenigenden verbleibenden reinen Frauenfußballvereine auf diesem Niveau und damit ein weiteres Stück des Fundamentes, auf dem die erfolgreiche Geschichte des Frauenfußballs in unserem Land begründet ist.

Ohne Unterstützung hat der FF USV Jena keine Möglichkeit, dieser fatalen Entwicklung entgegenzuwirken. „Wir Fans möchten alle Hebel in Bewegung setzen, um unseren Verein aus dieser Misere zu befreien und eine Zukunft zu ermöglichen. Angelehnt an die Jenaer Stadionhymne „Rette sich, wer kann (hier kommt der USV Jena)“ stellen wir unseren Aufruf unter das Motto „Rette uns, wer kann.“ Wir sind für jede Hilfe dankbar!“ Unter https://www.gofundme.com/rette-uns-wer-kann könnt Ihr den Verein unterstützen.

Die Frauen-WM 2019 startet mit uns
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