Englands neuer Star-Trainer mit umstrittenen Start

Phil Neville wurde als neuer Trainer der englischen Frauen-Nationalmannschaft vorgestellt. Damit scheinen erstmals die oft so hart gezogenen Grenzen zwischen dem Männer- und Frauenfußballsport zu verwischen. Der ehemalige englische Nationalspieler stand über zehn Jahre bei Manchester United unter Vertrag. Mit dem Top-Club gewann er 1999 das legendäre Champions League-Finale gegen Bayern München. Zudem feierte Phil Neville gemeinsam mit seinem älteren Bruder Gary sechs englische Meistertitel.

Von der Vergangenheit überholt

Kaum wurde Phil Neville als neuer Frauen-Nationaltrainer vorgestellt, kamen die ersten Negativschlagzeilen auf. Denn kurz nach Nevilles Ernennung wurde bekannt, dass der frühere Nationalspieler im Jahr 2012 sexistische Tweets geschrieben hatte. Seitdem wird über die Eignung Nevilles für den Job heiß diskutiert.  In einem der umstrittenen Tweets heißt es: „Guten Morgen Männer, ein paar Stunden Cricket rüsten mich gut für den Tag.“ Auf die Frage, warum er nur „Männer“ erwähnte, antwortete Neville dann: „Als ich sagte, ‚Guten Morgen Männer‘, dachte ich, dass die Frauen damit beschäftigt seien, Frühstück zu machen, sich um die Kinder zu kümmern oder Betten zu machen – sorry: Guten Morgen, Frauen.“  In einem anderen Tweet schrieb er: „Ihr Frauen wollt immer Gleichberechtigung, bis es darum geht, Rechnungen zu bezahlen #Heuchler“. In den sozialen Medien gab es einen Shitstorm und der englische Fußball-Verband steht seitdem massiv in der Kritik. Die Reaktion erfolgte prompt: Neville entschuldigte sich brav: Die Kommentare „gaben und geben kein wahres und echtes Bild weder meines Charakters noch meiner Einstellungen ab“, erklärte Neville und sagte, er sei sich „seiner Verantwortung voll und ganz bewusst“.

Wir sind gespannt, wie sich der prominente Trainer nun sportlich schlagen wird. Zuletzt arbeitete er als Co-Trainer bei seinem Ex-Verein Manchester United und beim spanischen Erstligisten FC Valencia.

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