Der neue Meister zu Gast im Volkswagen Werk Wolfsburg

Der Zeitpunkt hätte kaum besser sein können: Nur drei Tage, nachdem die Fußballfrauen des VfL Wolfsburg die deutsche Meisterschaft gewonnen hatten, besuchten sie am heutigen Mittwoch das Volkswagen Werk Wolfsburg. Auf einer anderthalbstündigen Werkstour bekamen sie einen guten Einblick in das Unternehmen, mit dem ihr Verein schon seit seiner Gründung eng verbunden ist. Dabei holte sich das Team um Kapitänin Nilla Fischer nicht nur viele Glückwünsche von den Volkswagen Kolleginnen und Kollegen ab, sondern erhielt auch eine zusätzliche Motivationsspritze für das DFB-Pokalfinale der Frauen, in dem es am 27. Mai das Double perfekt machen kann.

VfL-Aufsichtsratschef und Konzernvorstand Dr. Francisco Javier Garcia Sanz begrüßte die 40-köpfige Gruppe gemeinsam mit Werkleiter Dr. Stefan Loth, Betriebsrat Mario Kurznack-Bodner und VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher im Werkforum.

Garcia richtete ein paar Worte an die „Wölfinnen“: „Volkswagen muss weiblicher werden. Das sagt unser Vorstandsvorsitzender Matthias Müller bei jeder passenden Gelegenheit. Gut, dass der VfL Wolfsburg zu Volkswagen gehört. Denn er ist uns auf diesem Weg schon um Längen voraus. Die Frauenmannschaft macht uns große Freude. Sie ist ein wunderbares Aushängeschild für Verein, Stadt und nicht zuletzt für Volkswagen. Das honorieren auch die Kolleginnen und Kollegen in den Werken. Viele von ihnen verfolgen aufmerksam den Weg der VfL-Frauen und drücken die Daumen.“

VfL-Frauen im VW Werk

Für einige Spielerinnen war es der erste Besuch im Werk Wolfsburg, wo rund 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer Fläche von fast 1000 Fußballfeldern arbeiten.

Begonnen hat die Werkstour nach dem morgendlichen Training mit einer Stärkung. Das ganze Team besuchte das Betriebsrestaurant „Oase“ und aß dort im Kreise der Volkswagen Mannschaft.

Ralf Kellermann, neun Jahre lang Cheftrainer der VfL-Frauen: „Wer beim VfL Wolfsburg spielt, sollte auch das Werk kennen. An der Fertigungslinie kann man ausgezeichnet sehen, wie wichtig Teamarbeit ist. Das ist eine gute Parallele zum Fußball. Ich bin sehr dankbar, dass wir heute die Gelegenheit hatten, vor dem letzten Saisonspiel unserem Team zu zeigen, was hier im Werk geleistet wird.“

Nilla Fischer: „Ich stamme aus eine autobegeisterten Familie. Mein Vater bastelt in seiner Garage an Oldtimern. Daher finde ich es höchst interessant zu sehen, wie die Teams in der Endmontage die Golf oder Tiguan Modelle fertig bauen. Im Rohbau ist es besonders faszinierend, wie die Roboter tanzen und die Bauteile verschweißen.“

Acht Titel gewannen die „Wölfinnen“ in den letzten fünf Jahren: Dreimal die Meisterschaft, zweimal den Pokal und zweimal auch die Champions League. Gegen den Bundesliga-Konkurrenten SC Sand soll im Pokalfinale in Köln der neunte her.

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